Pflegekonzept

Leitgedanke

Die dritte Phase des Lebens der Senioren und hilfsbedürftigen Menschen so individuell zu gestalten, dass aus jedem Tag ein Sonnentag wird, ist der Leitgedanke, die Aufgabe und die Verpflichtung aller Mitarbeiter der Christophorus Gruppe.

Seit Bestehen der Christophorus Seniorenresidenzen GmbH ab 01.02.2002 haben wir uns die fachgerechte Pflege, soziale Betreuung und Versorgung insbesondere älterer Menschen, demenzerkrankten Menschen, psychisch erkrankten Menschen und Menschen im Wachkoma, zur Aufgabe gemacht.

Unser Anliegen ist es, den pflegebedürftigen Menschen ein Zuhause zu bieten. Unseren Kurzzeitpflegegästen möchten wir Raum, Pflege und Betreuung anbieten, in dem sie sich angenommen und individuell versorgt fühlen. Die Pflege, soziale Betreuung und Versorgung folgt dem Grundsatz, an die Bedürfnisse, Fähigkeiten und den biographischen Hintergrund des Kunden anzuknüpfen.

Vor der Aufnahme führen wir Erstgespräche mit den Pflegebedürftigen und nach Möglichkeit mit deren Angehörigen, um eine individuelle Versorgung und Betreuung gewährleisten zu können. Besonders wichtig ist es uns, die Eingewöhnungsphase in ein neues und zunächst ungewohntes Zuhause für den alten Menschen zu erleichtern. 

Pflegeverständnis

Unsere Pflege und Betreuung orientiert sich konsequent an den Bedürfnissen und Bedarfen des pflegeabhängigen Kunden. Wir erhalten und fördern – soweit es uns möglich ist- dessen Ressourcen und Fähigkeiten. Individuelle Gesundheitsrisiken erfassen wir mit unserer pflegefachlichen Einschätzungsexpertise sofort und begegnen ihnen individuell und nach pflegewissenschaftlichen Erkenntnissen.

Unser Leitsatz hierbei ist:

So viel Selbstständigkeit wie möglich, so viel Hilfe wie nötig

Um die Lebensqualität in zu erhalten ist es uns wichtig, Unabhängigkeit und Wohlbefinden unserer pflegebedürftigen Kunden zu erhalten oder wieder herzustellen.

In unserem Pflegeleitbild haben sich alle Mitarbeiter zu gemeinsamen Grundsätzen pflegerischen Handelns verpflichtet.

Pflegesystem

Unser Pflegesystem ist die Bezugspflege, um eine größtmögliche Kontinuität in der individuellen pflegerischen Versorgung sicher zu stellen. In diesem System gibt es für jeden Kunden eine feste Bezugspflegefachkraft, die primärer Ansprechpartner ist und mit ihr zusammen die Pflege festlegt und evaluiert.

Pflegeprozess

Im Bereich der stationären Pflegeeinrichtungen vollzieht sich die individuelle Pflege und Betreuung vollzieht sich in einem Pflegeprozess auf der Grundlage von strukturierter Informationssammlung einschließlich Risikoerfassung, differenzierter Maßnahmenplanung und Bericht. Wir dokumentieren diesen Prozess nach dem sogenannten Strukturmodell.

Die Pflegeprozessdokumentation dient der methodischen und systematischen Bestimmung des Gesundheitszustandes des Kunden. Sie beschreibt die Art und Weise des pflegerischen Handelns und macht allen an der Pflege Beteiligten die notwendigen Informationen zugänglich.

Um ein größtmögliches Maß an Unabhängigkeit für die alten Menschen zu erhalten oder wiederzuerlangen, knüpft die Pflege, soziale Betreuung und Versorgung an die vorhandenen Fähigkeiten und Bedürfnisse des einzelnen Kunden an. Das Einbeziehen von Pflege-, Behandlungs-, und Organisationsstandards, sowie die Anwendung von prophylaktischen Maßnahmen unterstützen die Sicherheit und das Wohlbefinden des Kunden. Regelmäßige Zielüberprüfungen, Pflegevisiten und Dokumentationsvisiten stellen sicher, dass eine fachgerechte, am Bedarf orientierte Pflege erbracht wird und der Pflegeprozess den veränderten Gegebenheiten angepasst wird.

In der Christophorus Pflege-, Betreuungs- und Intensivdienste orientieren wir unsere tägliche pflegerische Arbeit an den Aktivitäten existenziellen Erfahrungen des Lebens (AEDL). Um die Lebensqualität zu erhalten ist es uns wichtig, Unabhängigkeit und Wohlbefinden unserer pflegebedürftigen Kunden zu erhalten oder wieder herzustellen. Um die ganzheitliche und fördernde Prozesspflege sicher zu stellen, setzen wir die Teilmodelle nach Monika Krohwinkel um.


Organisation der Einrichtung

Die Christophorus Gruppe stellt die Pflegedokumentation in ihren stationären Einrichtungen durch ein EDV-gesteuertes und in den Pflege-, Betreuungs- und Intensivdiensten durch standardisierte handschriftliche Dokumentationssysteme sicher. Natürlich unterliegen alle kundenrelevanten Daten den geltenden Richtlinien des Datenschutzes.

Damit die Pflege koordiniert, Fragen und Probleme schnell bearbeitet kann, ist es wichtig, dass wir regelmäßige Übergaben, Fallbesprechungen, Pflegevisiten, Teambesprechungen und Leitungssitzungen durchführen.

Die hohe Pflegeverantwortung unserer Mitarbeiter erfordert eine erhebliche fachliche, menschliche und soziale Kompetenz. Weiterhin legen wir bei der Auswahl unserer Mitarbeiter großen Wert auf Kundenorientierung, Teamfähigkeit und Eigeninitiative. Alle Mitarbeiter verpflichten sich zu ständiger Fort- und Weiterbildung unter Berücksichtigung der aktuellen Erkenntnisse der Pflegeforschung, die dann in der praktischen Arbeit umgesetzt werden.

Zur persönlichen und beruflichen Weiterentwicklung unserer Mitarbeiter wird der Fortbildungs- und Weiterbildungsbedarf ermittelt und geplant. Regelmäßige Zielvereinbarungsgespräche zwischen Mitarbeitern und deren Vorgesetzten, geben Hinweise auf Entwicklungsmöglichkeiten und Perspektiven für die Zusammenarbeit. Die jeweiligen Aufgaben sind in Stellenbeschreibungen geregelt, die Verantwortlichkeiten in dem Organigramm.

Alle neuen Mitarbeiter werden auf der Grundlage unseres Einarbeitungskonzeptes eingearbeitet. Pflegekräfte arbeiten unter fachlicher Aufsicht und ständiger Erreichbarkeit einer Pflegefachkraft. Sie verfügen über die erforderliche Eignung, Kenntnisse und Fertigkeiten für die Pflege, soziale Betreuung und Versorgung der Kunden. Diese wird durch regelmäßige Weiter- und Fortbildung gesichert.

Die Dienstplanung berücksichtigt eine kontinuierliche Bezugspflege, soziale Betreuung und Versorgung der Kunden. Die Wohnbereiche mit ihren Pflegeteams haben einer, dem Pflege- und Versorgungsbedarf angemessene Besetzung aller Arbeitschichten mit Pflegefachkräften und den assistierenden Mitarbeitern.

Um die Zufriedenheit der Kunden und ggf. dessen Angehörigen und die Überprüfung der Unternehmensziele sicherzustellen, werden regelmäßige Pflegevisiten, Kundenbefragungen und Angehörigentreffen / - Befragungen durchgeführt. Ein Beschwerdemanagement gibt den Kunden und Angehörigen zusätzlich die Sicherheit, dass ihre Anliegen ernst genommen und bearbeitet werden. Transparenz intern und extern ist unser Anliegen.

Im Rahmen der Qualitätssicherungsmaßnahmen ist es selbstverständlich, dass die Christophorus Gruppe Prozesse des Qualitätsmanagementsystems implementiert, diese lebt und erfüllt.

Organisations- und Ablaufbeschreibungen sichern den Rahmen unserer Arbeit im Pflegeprozess. Pflege-, Behandlungspflege- und medizinische Notfallstandards unter Berücksichtigung der neuesten pflegewissenschaftlichen Erkenntnisse werden in die Pflegeplanungen integriert. Mit diesen Maßnahmen stellen wir die Pflegeplanung, Pflegeevaluation, soziale Betreuung und Versorgung der uns anvertrauten Kunden sicher.

Qualitätssicherung

Die interne Qualitätssicherung erfolgt durch: 

  • Übergaben, Fallbesprechungen,
  • Pflegevisiten zur gezielten Prozessbeurteilung und -begleitung
  • Teambesprechungen
  • Qualitätszirkel
  • Fort- und Weiterbildungen
  • Bereitstellung von Fachzeitschriften und -literatur
  • Kundenbefragungen
  • Beschwerdemanagement
  • Interne Audits
  • Einarbeitung neuer Mitarbeiter/-innen
  • Arbeiten nach Standards
  • Regelmäßige Überprüfung und Aktualisierung der Pflegeplanung
  • Standarisiertes Verbesserungswesen
  • Fehlermanagement
  • Managementbewertung

Die externe Qualitätssicherung erfolgt durch:

  • Teilnahme an Projekten (z.B. der Uni Witten/Herdecke)
  • Regelmäßige Überprüfung durch die Heimaufsicht, durch den MDK, durch das Gesundheitsamt, durch die Apotheken,
  • Erste Zertifizierung durch den TÜV-Nord (2010)

Leistungsbeschreibung

  • Ganzheitliche, aktivierende, individuelle Pflege, nach den neusten pflegerischen Erkenntnissen
  • Begleitung bei den Aktivitäten, soziale Beziehungen/Bereichen und Erfahrungen des täglichen Lebens
  • Vermittlung der ärztlichen Betreuung unter Beachtung der freien Arztwahl
  • Behandlungspflege nach ärztlicher Anordnung
  • Vermittlung therapeutischer Anwendungen wie z.B. Ergotherapie, Physiotherapie, Logopädie
  • Beratung, Anleitung und Schulung von Kunden und Angehörigen
  • Beratung und Begleitung von Angehörigen, Betreuern und ehrenamtlichen Helfern
  • Soziale Betreuung
  • Beschäftigungsangebote
  • Seelsorgerische Betreuung
  • Hilfe und Beratung in persönlichen und behördlichen Angelegenheiten
  • Angehörigenarbeit

Räumliche, personelle und sachliche Ausstattung der Einrichtung

Die „Pflege und Betreuung“ ist das zentrale Aufgabenfeld der Einrichtung im vollstationären Pflegebereich. Die Einrichtung ist in Wohnbereiche eingeteilt, die folgende strukturelle Ausstattung bieten:

  • Dienstzimmer der Pflegekräfte oder einen adäquaten Pflegestützpunkt
  • Aufenthaltbereiche
  • Pflegebad
  • Pflegearbeitsräume
  • Wäsche- und diverse Lagerräume
  • Küche
  • Kundenzimmer

Die Kunden wohnen je nach Wunsch in barrierefreien Einzel- oder Doppelzimmern. Diese verfügen alle über eine seniorengerechte Nasszelle. Natürlich sind die Zimmer mit TV- und Telefonanschlüssen, sowie einem Notrufsystem ausgestattet.

Weiterhin verfügt die Einrichtung über Räumlichkeiten für interne Fortbildungs-veranstaltungen und eine öffentliche Cafeteria.

Die personelle Zusammensetzung der Einrichtung stellt sich folgendermaßen dar:

  • Einrichtungsleitung, stellvertretende Einrichtungsleitung
  • Pflegedienstleitung, stellv. PDL
  • Pflegefachkräfte (Altenpfleger/-innen, Gesundheits- und Krankenpflegekräfte)
  • Pflegehilfskräfte, Altenpflegeschüler/-innen
  • zeitweise Zivildienstleistende und Praktikanten

Die Pflege wird unter ständiger Verantwortung einer leitenden Pflegefachkraft erbracht. Die gesetzlich geforderte Fachkraftquote von 50 % wird erfüllt. Erforderliche Sachmittel stehen in unserer Einrichtung für die Beschäftigten ausreichend zur Verfügung.

Kooperationspartner

Um eine optimale Betreuung der Pflegekunden zu erreichen, wird zur Ergänzung unseres Dienstleistungsangebotes eine enge Zusammenarbeit mit nachfolgend genannten Personengruppen und Unternehmen gepflegt:

  • Die Leistungen in der Hauswirtschaft (Küche, Reinigung Wäscherei), Haustechnik und Verwaltung sind an externe Dienstleister bezogen auf die jeweilige Einrichtung vergeben.
  • Gerusia Sozialmanagement (GSM) GmbH
    Die GSM unterstützt die Einrichtungen der Christophorusgruppe bei der Entwicklung und Implementierung eines Qualitätsmanagementsystems und in der Erhaltung der Verbundzertifizierung nach DIN EN ISO 2001 im Jahr 2010
  • Firma Connext
    Die Firma Connext stellt die EDV gestützte Pflegedokumentationssoftware „Vivendi“ bereit, passt das Programm nach den Bedürfnissen unserer Einrichtungen an und schult die Pflegemitarbeiter in der Anwendung.
  • Hellweg Data GmbH & Co. KG
    Über Hellweg Data GmbH wird die EDV unterstützt und eine Vernetzung der Einrichtungen ermöglicht.
  • Entwicklungswerkstatt Qualität (net.ter)
    Die Firma net.ter übernimmt die Entwicklung eines einrichtungsübergreifenden Intranets.
  • Wundmanager
  • Hospiz
  • Apotheken
  • Hundebesuchsdienst
  • Friseur
  • Podologen
  • Sanitätshäuser
  • Hörgeräteakustiker, Optiker
  • Arztpraxen, Kliniken und Rehabilitationseinrichtungen
  • Altenpflegeschulen
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